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FREIBURG Kybfelsen

Der Kybfelsen ist ein beliebtes Wanderziel bei Freiburg im Breisgau. Der teils steile Anstieg hinauf auf 820 Höhenmeter wird jedoch mit einer grandiosen Aussicht auf Freiburg, den Oberrhein sowie Blick über die Schwarzwaldberge belohnt. Vom Kloster Günterstal aus ist der Kybfelsen nur 2 km entfernt. Allerdings sind 500 Höhenmeter zu meistern. Im Mittelalter stand hier oben eine Spornburg. Von ihr sind noch wenige Mauerreste erhalten geblieben.

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Günterstal

Das Dorf Günterstal ist der südlichste Stadtteil von Freiburg im Breisgau. Es liegt im Bohrer-Tal (benannt nach dem Handwerk der Deichel-Bohrer) am Fuße des auf Günterstaler Gemarkung liegenden 1284 Meter hohen Schauinsland. Deshalb rühmt sich Freiburg, Deutschlands höchstgelegene Großstaddt zu sein. Günterstal wurde 1890 nach Freiburg eingemeindet. Erstmals namentlich erwähnt wird Günterstal in einer Besitzurkunde aus dem Jahr 804, damals als "Grundherrerhusir" (Häuser des Günther) in der Mark von Merzhausen. Etwa 300 Jahre später taucht der Ort unter dem Namen "Guntheristal" erneut auf. In einer Urkunde von 1224 wird das Kloster in "Gunterstal" erwähnt. 1901 wurde Günterstal per Straßenbahn mit Freiburg verbunden. Seither erlebte es einen Aufschwung, Das Oberdorf zeichnet sich heute durch Villen und komfortable Einfamilienhäuser aus, das Unterdorf liegt näher bei Freiburg und besitzt zahlreiche historische Bauten wie beispielsweise das Günterstäler Tor, das ehemals Eingang in den Klosterbereich war, sowie das Kloster St. Lioba der Benediktinerinnen (ehemals Villa Wohlgemuth) und die katholische Liebfrauenkirche. Beim Gasthaus Kybfelsen erinnert eine Gedenktafel an Edith Stein, die dort oft einkehrte. Sie gilt als Brückenbauerin zwischen Christen und Juden, wurde jedoch zum Opfer des Holocaust und wurde 1998 von der katholischen Kirche heilig gesprochen.

Die einstige Burg auf dem Kybfelsen (Burg Kybfelsen) ist das Ziel einer Rundwanderung, die am besten im Stadtteil Günterstal beginnt. Die Burgstelle liegt auf einem frei sichtbaren, steilen Gneisfelsen. Sie bietet jedoch einen weiträumigen Panoramablick vom Feldberg bis zum Schönberg im Westen, zum Schauinsland im Süden, in das Kappler Tal und bis weit in die Breisgauer Bucht.

Die Spornburg wird erstmals in einer Chronik des Matthias von Neuenburg in der Mitte des 14. Jahrhunderts genannt. Sie dürfte jedoch schon um 1100 gebaut worden sein. Der Name Kyburg taucht erstmals 1484 im Weisturm von Kappel auf. Grabungsfunde aus den 1920er Jahren durch Otto Kantorowicz belegen eine Existenz der Anlage schon während der Zeit der Zähringer Herrschaft im Breisgau, also im späten 11. und frühen 12. Jahrhundert. Ebenso wurden Funde aus dem frühen 13. Jahrhundert datiert. Weitere Oberflächenfunde lassen darauf schließen, dass hier schon eine bronzezeitliche, jedoch kurze Besiedlung war. Vermutlich wurde die Kyburg schon im 13. Jahrhundert verlassen.

Die kleine Burg in der Abgelegenheit zwischen Günterstal, Wiehre und Kappel erhob sich auf zwei Felsen. Sie sind durch einen schmalen Bergkamm miteinander verbunden. Auf der südlichen Zugangsseite wurde die Anlage durch eine breite Mauer geschützt. Davon sind nur noch wenige Reste erhalten. Auf der Ostseite grenzte ein „Ostbau“, der heute nicht mehr nachweisbar ist. Im Südwesten ist eine aufsteigende Felswand, die in einer künstlich verebneten, plattformähnlichen Fläche auf der Spornspitze mündet.

Fundamentspuren und eine Mauer deuten auf ein turmartiges, im Grundriss von Kantorowicz aus dem Jahr 1929, als „Südturm“ bezeichnetes Bauwerk hin. Der schmale Verbindungskamm zum nördlichen Felskopf wurde zur Westseite von einem langen Mauerabschnitt flankiert, der in den 1920er Jahren noch klar zu erkennen war, heute aber vollständig zerfallen ist.

Auf der Ostseite genügte offenbar der natürliche Felsabsturz als Schutz. Dies erübrigte eine Ostmauer. Mauerreste haben sich auf dem nördlichen Felskopf erhalten. An der höchster Stelle lassen sich Spuren eines 8 Meter breiten Turmstumpf mit bis zu 2 Meter starkem Mauerwerk erkennen. Vorgelagert ist ein 12 Meter tiefer und 3,5 Meter breiter, natürlicher Felsspalt mit künstlich ausgehauener Sohle. Er übernahm wohl die Funktion eines Halsgrabens.

Anfahrt

Freiburg, Stadtteil Günterstal / St. Valentin, Parkplatz an der Waldfahrstraße Wasserschlössle-Kyburg

Wandertipps

Länge: 8 km
Dauer: 2:30 Stunden
Kondition: mittel
Aufstieg: 365 m
Abstieg: 365 m
Niedrigster Punkt: 430 hm
Höchster Punkt: 803 hm

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